Unter dem Stichwort Zahlenlügen spießen wir aktuelle Lügen mit Zahlen, Schummeleien mit Statistiken und verzerrende Grafiken auf. Sie finden hier praktisch eine fortlaufende Aktualisierung unseres Buches.
Einmal im Monat stellen wir ein besonders freches Beispiel als Zahlenlüge des Monats heraus.
Unter dem Stichwort Leserbriefe finden Sie Kommentare, Berichtigungen und eigene Beispiele, die uns Leserinnen und Leser des Buches zugeschickt haben. Möchten Sie selber etwas dazu schreiben? Dann gehen Sie auf Kontakt.
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11.05.2013
Der Deutsche Städtetag veröffentlichte stark übertriebene Zahlen über eine vermeintliche Flutwelle bulgarischer und rumänischer Roma. Die FAZ nahm sich des Themas an; der deutsche und der österreichische Innenminister ließen bereits Einreisesperren und Sanktionen prüfen. Roman Urbaner berichtet in Telepolis, was von den Zahlen übrig bleibt, wenn man nachhakt. [Weiterlesen...]
02.05.2013
Der Sozialdemokrat und frühere Bremer Bürgermeister Henning Scherf predigt seit Jahren überall in Deutschland über das wunderbar aktive Leben, das Senioren führen können, wenn sie denn eben aktiv werden. Um dieses durchaus lobenswerte Ziel zu begründen, benutzt er leider gerne eine falsche Zahl: „Es gibt die Prognose, dass die Neugeborenen von heute im Schnitt 100 Jahre alt werden.“ [Weiterlesen...]
25.04.2013
Schon am 24. April konnten wir melden: Arbeitslosenzahl im April 2013 wieder gesunken. Und selbst für den Mai "wissen" wir es bereits. Wir sind zwar keine Propheten und haben auch keine Vorabergebnisse aus Nürnberg. Trotzdem sind wir uns sicher. Und genauso sicher sind wir uns auch, dass eine ganze Reihe von Medien in diesem Stil titeln werden. Woher die Sicherheit der Vorhersage? [Weiterlesen...]
22.03.2013
Zahlen und Statistiken werden häufig eingesetzt, um nicht selber nachdenken und nicht selber, als Kopf und Persönlichkeit, etwas entscheiden zu müssen. Stattdessen dient eine willkürlich ausgewählte und passend zurechtfrisierte Zahl als jener Sachzwang, zu dem es angeblich keine Alternative gibt.
Gerd Bosbach und Jens Jürgen Korff, Autoren des Buches »Lügen mit Zahlen – Wie wir mit Statistiken manipuliert werden«, spießen in diesem neuen Beitrag ein aktuelles Beispiel auf. [Weiterlesen...]
28.11.2012
Mit nackten Bevölkerungszahlen für die nächsten 50 Jahre wird Angst gemacht. Man leitet daraus ein sinkendes Rentenniveau ab und begründet die Notwendigkeit privater Rente. Doch die ständige Demografie-Leier hat einen Rechenfehler. [Weiterlesen...]
10.11.2012
Zum Eintrag: DAX-Konzerne: 17.358 € Gewinn pro Mitarbeiter in 2011- im Durchschnitt!
Ich arbeite bei einem der DAX-Konzerne als Führungskraft. Der Hinweis meinerseits: Die "internen Mitarbeiter" werden streng von den "externen Mitarbeitern" getrennt verrechnet, am besten über Werksvertrag. Somit sind das "Sachkosten"... [Weiterlesen...]
09.10.2012
*Die aktuelle Zahlenlüge, aufgedeckt von Bosbach/Korff*
Schon wieder hat die Nichtberücksichtigung von Preissteigerungen ein völlig falsches Bild erzeugt. So wurde Anfang Oktober u. a. behauptet:
"Betriebe zahlen so viel Gewerbesteuer wie nie" oder "Rekord bei Gewerbesteuer". Dabei wurde auf die nominalen Werte des 2. Quartals von 2008 und 2012 Bezug genommen, also die Preissteigerungen völlig unterschlagen. [Weiterlesen...]
09.10.2012
Hans Diefenbacher und Roland Zieschank untersuchten 2011 in einem 109 Seiten starken Büchlein "Alternativen zum Bruttoinlandsprodukt". Jens Jürgen Korff rezensierte das Werk in der Süddeutschen Zeitung vom 5.9.2011. [Weiterlesen...]
21.09.2012
Sehr geehrter Herr Bosbach, nach dem Lesen Ihres Buches "Lügen mit Zahlen" sehe ich Statistik-Daten mit kritischeren Augen.
Beim Lesen des 3. Sozialberichtes für Bayern - mich interessierten hier nur die Zahlen über Menschen mit Behinderung - ist mir aufgefallen,... [Weiterlesen...]
30.07.2012
Eberhard Seifert macht uns auf eine problematische Beispielrechung auf S. 20 unseres Buches aufmerksam. Es geht um die zu erwartenden Kosten der geplanten Dresdener Waldschlösschenbrücke über die Elbe. [Weiterlesen...]
30.07.2012
BILDblog deckte am 10.7.2012 einige heftige Grafikmanipulationen auf der Titelseite der "Bild am Sonntag" auf. Es geht um den Zuckergehalt verschiedener Lebensmittel. Der Trick: "Bild" wählte die Größe der jeweiligen Probe nach Belieben aus. Im Ergebnis erscheinen Melonenscheibe und Biomarmelade als Zuckerbomben, Fanta und Nutella dagegen als harmlos. [Weiterlesen...]
11.07.2012
In Schlangen bei Detmold trafen sich Ende Juni 2012 Vertreter mehrerer Bürgerinitiativen aus ganz Deutschland, die in ihrer Region die Ausweisung von Nationalparken und ähnliche Naturschutzprojekte bekämpfen. Die FAZ berichtete online und zitierte ohne jede Korrektur und Recherche den lippischen FDP-Politiker Ralph Gerdes, Gastgeber des Treffens, der seinen Feldzug gegen die Naturschützer mit einem Trommelfeuer aus manipulierten Zahlen bestückte. [Weiterlesen...]
11.07.2012
Die aktuelle Zahlenlüge, aufgedeckt von Bosbach/Korff
17.358 € pro Jahr, also knapp 1.500 € pro Monat, so hoch ist der durchschnittliche Gewinn der 30 DAX-Unternehmen pro Mitarbeiter nach Abzug der Steuern im Jahre 2011. [Weiterlesen...]
27.06.2012
Der FOCUS deckte in Ausgabe 23/2012 auf, wie die Finanzminister Hans Eichel (SPD) und Peer Steinbrück (SPD) die Konsolidierung des Bundeshaushalts versprachen, und was daraus geworden ist. Wolfgang Schäubles Planung sieht im Vergleich solide aus - doch in Wirklichkeit vergleicht der FOCUS bei Schäuble Prognosen mit Prognosen. Eine Manipulation, gefunden von unserem Leser Paul Hesselmann. [Weiterlesen...]
29.05.2012
Sehr geehrte Herren Bosbach und Korff,
diese Graphik, die das Handelsblatt unlängst veröffentlichte, könnte irreführender kaum sein:
Überschrieben mit "Apothekenschwund" sieht der Zeitungsleser vier Balken, die die Zahl der Apotheken in Deutschland (am Ende der Jahre 2008-2011) visualisieren sollen. Es entsteht der Eindruck, dass es in Deutschland in der Tat einen massiven Apothekenschwund gibt: [Weiterlesen...]
11.05.2012
Wer die Preissteigerungen ignoriert, führt die Öffentlichkeit in die Irre.
„Ministerin hat gute Nachrichten für die Rentner“, hieß es: 2,26 % mehr Rente im Osten und 2,18 % mehr im Westen ab Juli 2012. Doch mit der „guten Nachricht“ ist es nicht weit her: Die nominale Rentenerhöhung gleicht gerade einmal die Preissteigerungsrate von zurzeit 2,1 % aus. [Weiterlesen...]
24.04.2012
Die aktuelle Zahlenlüge, aufgedeckt von Bosbach/Korff
Viele Medien haben letzte Woche über die Lage der Sozialversicherung 2011 berichtet und dabei behauptet, die Abgabenlast der Arbeitnehmer sei gewachsen: „Arbeitnehmer leiden unter Abgabenlast“, „Steigende Abgabenlast“ usw. Diese Schlagzeilen beruhten nach unserer Einschätzung auf drei gravierenden Fehlern. [Weiterlesen...]
05.02.2012
Immer wieder gerne regen sich Journalisten und andere Leute über die GEZ und die Rundfunkgebühren auf, denen wir es immerhin verdanken, dass es auch Sendungen ohne Werbeunterbrechung im Fernsehen gibt. Die "Rheinische Post" verdoppelte um 2010 in einer Grafik die Gebühren, um ihren Anstieg dramatischer aussehen zu lassen. Gefunden von Ludwig Mertens, Viersen [Weiterlesen...]
04.01.2012
Lars Henning Markus kritisiert die Anmerkungen von Dieter Leimbach zum Thema Mehrwertsteuererhöhung. Wie drückt man sich richtig aus, wenn die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 % steigt? Gar nicht so einfach. [Weiterlesen...]
14.12.2011
Eine Initiative "Hände weg vom Thüringer Betreuungsgeld" agitierte 2009 mit manipulierten Grafiken gegen ein Volksbegehren, das sich für mehr Personal in Kitas einsetzte. Optisch wurde ein Geburtenzuwachs gezeigt, der faktisch nicht existierte, und die Zunahme der Zahl der Erzieherinnen wurde optisch stark übertrieben. [Weiterlesen...]
02.12.2011
Jedes Jahr im Frühjahr und Herbst geben die sechs bzw. (seit 2007) vier "führenden deutschen Wirtschaftsforschunginstitute" im Auftrag des Bundeswirtschaftsministers ihre Prognose für das zu erwartende Wirtschaftswachstum ab. Besonders beliebt: die Herbstprognosen fürs Folgejahr. Doch gerade die lagen 2005-2010 stets arg daneben. Einmal mehr zeigt sich: Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. [Weiterlesen...]
01.12.2011
Guten Tag, Herr Professor Bosbach,
zur Zeit genieße ich Ihr Buch "Lügen mit Zahlen". Es ist sehr unterhaltsam. Ich möchte Sie auf eine kleine Ungenauigkeit in Kapitel 9 aufmerksam machen. Wie Sie in diesem Kapitel wunderbar herausarbeiten, steckt der Teufel manchmal im Detail. Es geht um die beiden Mediziner, und wer nun die bessere Entscheidung bezüglich zukünftiger Verdienstmöglichkeiten getroffen hat... (Moritz Ernst) [Weiterlesen...]
27.11.2011
Die Hamburger Wochenzeitung »Die Zeit« und die Berliner Tageszeitung »Der Tagesspiegel« berichteten im September 2010 auf Grundlage eigener Recherchen, dass seit dem 3. Oktober 1990 »mindestens 137 Menschen bei Angriffen von Neonazis und anderen rechten Gewalttätern ums Leben gekommen« seien. Die Bundesregierung meldete jedoch 2009 in ihrer Antwort auf eine Große Anfrage der Linksfraktion, die Bundesländer hätten für den Zeitraum 1990-2009 lediglich 46 politisch rechts motivierte Tötungsdelikte erfasst. 2010 kam ein weiterer Fall hinzu. Die Linksfraktion wollte im September 2011 mit einer weiteren großen Anfrage an die Bundesregierung herausbekommen, wie diese große Diskrepanz zu Stande gekommen ist. [Weiterlesen...]
30.10.2011
Unserem Leser Jan Völkers fiel auf, wie der "Spiegel" in seiner Ausgabe vom 5. September 2011 einen angeblichen "Untergang" der deutschen Photovoltaik-Industrie an die Wand gemalt hat, verursacht vom "Aufgang" der chinesischen Konkurrenz. Dabei wurde kräftig manipuliert. [Weiterlesen...]
28.10.2011
Sehr geehrter Herr Prof. Bosbach,
mit großem Interesse und einigem Lerneffekt habe ich Ihr Buch „Lügen mit Zahlen“ gelesen – zunächast einmal meinen Glückwunsch zu Ihrer Veröffentlichung. Speziall auch die Seiten zum Thema Cholersterinsenker sind auf mein Interesse gestoßen. Leider ist dies der einzige Teil in Ihrem Buch, in dem ich keine Quellen gefunden haben. Können Sie mir freundlicherweise sagen, woher die Grafiken stammen und auf welche Untersuchungen/Publikationen Sie Ihre Ausführungen zum Zusammenhang zwischen Cholersterinspiegel und Herzinfarktrisiko begründen? (...)
Mit freundlichen Grüßen
Martin Rücker, foodwatch, Berlin [Weiterlesen...]
23.10.2011 - EU,Euro
BILD wiederholte am 25.3.2011 die sattsam bekannte Phrase "Wir sind die Zahlmeister Europas". Aber auch DIE ZEIT untertitelte ihre Meldung über den Euro-Rettungsschirm, auf den man sich einigte, mit ähnlicher Botschaft: "Der neue Euro-Rettungsfonds verfügt über 700 Milliarden Euro - Deutschland wird 27 Prozent tragen. Die Lastenverteilung kommt ärmeren EU-Staaten zugute." Ähnliche Darstellungen von Politikern sind Ihnen sicherlich auch bekannt. In absoluten Zahlen stimmt das. Aber diese Betrachtungsweise ist zumindest irreführend, da sie Ausgaben von unterschiedlichen großen Ländern wie Luxemburg, Niederlande und Deutschland direkt gegenüberstellt. [Weiterlesen...]
18.10.2011 - Hochschulen
Massenandrang an den Hochschulen und die Angst vor zu wenigen Ernährern (Demografie-Problem)? Gedanken eines Hochschullehrers [Weiterlesen...]
18.10.2011
Sehr geehrte Autoren,
haben Sie die Halbzeitbilanz der Bundesregierung gesehen? Darin ist ein besonders dreistes Beispiel des Täuschens enthalten. Ich habe das auf folgender Seite beschrieben.
Beste Grüße,
Heiko Paulheim [Weiterlesen...]
15.10.2011
Sehr geehrter Herr Bosbach, sehr geehrter Herr Korff,
vielen Dank für Ihr Buch u.a. zum „Fachkräftemangel“, das ich bislang nur aus dem Spiegel.de-Artikel kenne. Ich bin seit 1995 als IT-Freelancer aktiv und glaube, den Markt einigermaßen gut zu kennen, da er mich seitdem ernährt.
Das Preis-steigt-nicht-Argument verwende ich in der Diskussion seit Jahren. Es ist das schlagkräftigste und objektivste, denn es wäre absolut unlogisch, dass die Preise trotz Verknappung gleich blieben.
Bösen Willen sehe ich dennoch nicht. Einige nehmen ja an, das sei z.B. von Arbeitgebern forciert, um die Gehälter zu drücken.
Ich glaube eher, dass die Erklärung an zwei anderen Stellen zu suchen ist:
1. Hoher Anteil von Selbstständigen (...)
2. Unqualifizierte Personaler (...) [Weiterlesen...]
08.10.2011
Neulich vernahm ich in einer Radiosendung, die sich kritisch mit bestimmten Sachverhalten beschäftigte, dass bei einer Wahl eine Partei von 50% auf 40%, folglich um 10% gesunken sei. Ich meckerte beim Sender und bekam als Antwort: "Das sind doch nur Kleinigkeiten." [Weiterlesen...]
08.10.2011
Hallo,
nachdem Sie auf Seite 253 festgestellt haben, dass man weniger oft oder
sogar öfter sterben kann, mache ich mir wieder Hoffnung, meine Frau
mehrfach überleben zu können. Hinter dem REWE-Konzern verbergen sich auch
ganz viele Einzehändler, und die sind selbständig, also Mittelstand. Ihre
Kritik auf S. 276 ist folglich nicht ganz so haltbar.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Leimbach, Fuldabrück [Weiterlesen...]
18.09.2011
hallo,
habe das Buch mit viel Spaß daran gelesen und viele meiner Sorgen bestätigt gefunden. Diverse Tipps habe ich auch bei meinem Vortrag über "Statistiken und Trenddarstellungen" verwenden können - Danke!
Dieses Buch sollte eigentlich als Pflichtlektüre in den Schulen ausliegen!
Beste Grüße
Ludwig Röder, Wien [Weiterlesen...]
17.09.2011
Sehr geehrter Herr Bosbach, sehr geehrter Herr Korff,
da ich mich in meiner eigenen Forschung mit Methoden/Statistik beschäftige, habe ich mit viel Interesse Ihr Buch „Lügen mit Statistik“ gelesen. Vielen Dank für amüsante Lesestunden und vor allem einen guten Überblick sowie viele Anekdoten aus dem Forschungsfeld. Ich bin sicher die ein oder andere kann man sinnvoll auch im Untericht einsetzen... Auf Seite 143 bitten Sie den Leser um Hinweise, ob es jemandem im Jahr 1975 gelungen wäre, Jahrzehnte in die Zukunft zu schauen. [Weiterlesen...]
13.09.2011
Josef Joffe, Mitherausgeber der ZEIT, warf sich in der ZEIT vom 1.9.2011 für die Reichen in die Bresche. Forderungen nach mehr Steuern für Reiche begegnete er mit der Behauptung, das reichste Zehntel der Bevölkerung zahle 52 % des deutschen Steueraufkommens. Diese Behauptung ist falsch. [Weiterlesen...]
30.08.2011
Lieber Gerd Bosbach, nach der Vorstellung bei der Memo-Gruppe im Bunten Haus im Juni hab ich mir "Lügen mit Zahlen" besorgt und mit großem Vergnügen gelesen. Zum Buch habe ich zwei Anmerkungen... (Leserbrief von Horst Hesse zum Will-Rogers-Phänomen und zur Staatsverschuldung der BRD) [Weiterlesen...]
28.08.2011
Sehr geehrter Herr Bosbach, ungefähr 3 Stunden nachdem ich Ihr hervorragendes Buch nach den letzten Seiten aus der Hand gelegt habe, sah ich im Internet die Sendung "Report Mainz" mit dem Beitrag "Fragwürdiges Sponsoring" [im August 2011]. Wie vom Blitz getroffen reagierte ich deswegen auch als ich die Grafik sah, die den "starken" Anstieg des Regierungs-Sponsoring zeigte; schön mit gedachter Linie, die in einem Pfeil endet. Normalerweise bin ich eher kein Freund unserer derzeitigen Regierung, aber da ich neugierig war wie viele Fehler sich darin verstecken habe ich ein wenig weiter geforscht... (Leserbrief von Sascha H.) [Weiterlesen...]
22.08.2011
Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, warnte im Mai 2011 laut davor, dass im Jahre 2025 sechs bis sieben Millionen Fachkräfte in Deutschland fehlen könnten. Seitdem blickt die gesamte Republik ängstlich auf ihre wirtschaftliche Zukunft. Aber woher kommt diese Zahl, die seit Monaten ständig wiederholt wird und Ängste schürt? Die Suche nach der Quelle gestaltete sich gar nicht so einfach... [Weiterlesen...]
16.07.2011
Als Beispiel für die Zahlenlügenmethode des Aufteilens hatten wir das Manöver der deutschen Autoindustrie und des traditionell synchron getakteten Bundesverkehrsministeriums mit den sog. CO2-Labels (Klimaklassen) für Autos erwähnt (S. 169f). Inzwischen ist es amtlich und auch vom Bundesrat so beschlossen: Die Autos werden zuerst in Gewichtsklassen eingeteilt und dann erst, je nach Verbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß, in Klimaklassen. [Weiterlesen...]
11.07.2011
DER SPIEGEL berichtete über "gefährliches Gewusel" von Radlern in Berlin. Eine Grafik erweckte den Eindruck, Radler seien an 53 % aller Verkehrsunfälle beteiligt. Eine groteske Verzerrung der Realität, die der SPIEGEL später korrigieren musste. Es grüßt mal wieder die "große Freiheit der Prozentisten". [Weiterlesen...]
09.07.2011
Auch die BILD-Zeitung beteiligte sich an der FDP-Kampagne für Steuersenkungen - mit einer getricksten Tabelle. Wir danken unserem Leser Burkhard Meyer für das interessante Beispiel. [Weiterlesen...]
08.07.2011
Guten Tag, Herr Bosbach,
ich habe Ihr Buch nahezu durchgelesen und kann eine Schärfung meines Blickes vermelden.
Aktuelles Beispiel unter bild.de: Um große Entlastungszahlen darzustellen, beginnt die Tabelle bei € 1.500 (Single) bzw. € 2.000 (4-köpfige Familie). Meine Berufsschüler (Einzelhandel) rechnen mit ca. € 1.400 Brutto im Anschluss an die Ausbildung... [Weiterlesen...]
10.06.2011
Hallo Jens,
schönes Buch, angenehm zu lesen, informativ. Gut gemacht. Witzig. Danke.
Aber drei Anmerkungen kann ich mir als alter Meckerer nicht verkneifen (zu den Ärzten in Hansistan, zu den Ausgaben der Krankenkassen, zu "+/- 375 Prozent"): [Weiterlesen...]
31.05.2011 - Finanztest
Uwe Haß kritisiert in einem Leserbrief an "Finanztest" neuere Anlageempfehlungen der Stiftung Warentest in ihrem Magazin. Eine Fortsetzung unserer Kritik in Kapitel 12 des Buches. [Weiterlesen...]
31.05.2011 - Zahlengläubigkeit
Sehr geehrte Herren, gerade lese ich in Ihrem Buch "Lügen mit Zahlen" den dialogischen Exkurs über Zahlen, der recht spannend ist. Wenn man den Existenzialismus mit der kritischen Theorie verknüpft, kann man interessante Aussagen über Zahlen mit analytischer Kraft machen. Das haben Adorno und Horkheimer in ihrer Dialektik der Aufklärung getan. In meinen Worten: Der Mensch ist seiner selbst bewusst und damit auch der Gefährung seiner Existenz. Um diese (die Existenz, nicht die Gefährdung) aufrecht zu erhalten, muss er die Natur erklären, beherrschen und vorhersagen können. [Weiterlesen...]
31.05.2011
Ich habe selten ein sogenanntes Sachbuch mit so viel Ideologie und so wenig Information gelesen. Dagegen ist das z. T. zitierte und weidlich ausgeschlachtete Buch von Krämer, So lügt man mit Statistik, geradezu eine Quelle an Sachinformation... Dr. Karl Wilhelm Porger [Weiterlesen...]
31.05.2011 - Zensus
Gerd Bosbach war nach der letzten Volkszählung in Westdeutschland 1987 beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden auch mit der Auswertung der Zählung betraut, kennt also die Tücken im Detail. Hier äußert er sich, gemeinsam mit Jens Jürgen Korff, zu Gründen und Problemen des aktuellen Zensus 2011. [Weiterlesen...]
25.05.2011 - Zahlengläubigkeit
Zahlen und Daten werden im Management oft überschätzt, persönliche Motivationen und Emotionen werden oft unterschätzt. Berater Hans-Werner Bormann zeigt an Beispielen, wie aus „soft facts“ im Betriebsalltag „hard facts“ werden. [Weiterlesen...]
23.05.2011 - Kinderarmut
Wie viele Medien Anfang Mai 2011 berichteten, hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) seine Angaben über die Armutsquote bei Kindern korrigiert (dazu das DIW). Demnach gelten jetzt nicht mehr 16 %, sondern nur noch 8,3 % der deutschen Kinder als arm. Die Kritik der Journalisten geht fast einmütig davon aus, dass die alten Zahlen falsch waren und die neue nun stimmt. Doch da sind große Zweifel und Fragen zur Plausibilität angebracht. [Weiterlesen...]
17.05.2011 - Fälschungen
Unser Buch hat ein vielfältiges Echo in Presse, Funk und Fernsehen sowie bei Leserinnen und Lesern ausgelöst; das freut uns natürlich sehr. Doch es gibt auch einen Wermutstropfen: Geradezu reflexhaft reagieren viele, die uns zustimmen wollen, mit der Parole: »Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!« Auf S. 269 unseres Buches, zu Beginn des Kapitels »Resigniert wird nicht«, sind wir kurz auf diesen Satz eingegangen. Ich erlaube mir, uns zu zitieren: „Wenn Sie bis hierin gekommen sind, haben Sie schon so viel Lug und Trug kennen gelernt, dass Sie vielleicht resigniert sagen möchten: »Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!« Diese schwarze Sicht teilen wir nicht, und wir möchten auch Sie davor warnen. Aus zwei Gründen: Sie kommen um Statistiken nicht herum, wenn Sie vernünftige Entscheidungen treffen wollen. Zugleich kennen wir viele Fälle, in denen die Nutzer einer Statistik den Betrug rechtzeitig aufdecken, manchen Euro retten und manches Unheil abwenden konnten.“ Es ist an der Zeit, noch etwas genauer darauf einzugehen, warum wir den Satz »Traue keiner Statistik…« – und die möglicherweise oft dahinter steckende Haltung – für falsch halten. Sieben Gründe: [Weiterlesen...]
24.04.2011
Ich hoffe, Sie haben die Kapazitäten, dieses Portal zu einer Art 1. Adresse für die Plausibilitätsprüfung aktueller, politischer Themen und Aussagen zu machen. Die Zeit ist sicher reif dafür, und das öffentliche Interesse ist bestimmt auch gerade bei jüngeren Menschen groß. Wer beim Lügen überführt wird, traut sich beim nächsten mal sicher weniger. Lange Diskussionen kann es da eigentlich nicht geben. Wir haben ja gerade gelesen, das es nur ein paar (eindeutige) Tricks sind, die hier immer gern genutzt werden. Vielen Dank für dieses Buch! Jörg Körner [Weiterlesen...]
22.04.2011 - Sarrazin
Thilo Sarrazin und seine Anhänger legen viel Wert darauf, dass seine Meinung durch Fakten belegt sei. Sarrazin nutzt also den Ruf von Statistiken als scheinbar objektive Darstellung der Wirklichkeit „so, wie sie ist“. Wie fragwürdig dieser Ruf der Statistik schon prinzipiell ist, haben wir in unserem Buch „Lügen mit Zahlen“ dargelegt. Speziell bei Sarrazin haben wir aber so viele Fehler oder auch Lügen im Umgang mit Statistiken festgestellt, dass wir ihm die redliche Argumentation entschieden absprechen. Ein paar Belege für diese Einschätzung: [Weiterlesen...]
21.04.2011 - Prognosen
Sven Plöger und andere Meteorologen haben auf dem Extremwetterkongress in Hamburg eine "Hamburger Erklärung" unterzeichnet: Sie wollen auf langfristige Wettervorhersagen, etwa für eine ganze bevorstehende Jahreszeit, verzichten, weil solche Prognosen wissenschaftlich nicht haltbar seien. [Weiterlesen...]
14.04.2011 - Zitat
Sehr geehrter Herr Professor Bosbach, mit Interesse habe ich Ihren Auftritt bei "Pelzig hält sich" ... verfolgt. Ob das nachstehende Zitat von Frank-Markus Barwasser oder aus Ihren Buch stammt, wurde mir nicht ganz deutlich. Jedenfalls hat [der Bankier] Hermann Josef Abs schon vor ganz vielen Jahren folgenden Ausspruch getan: Statistik ist wie eine Laterne im Hafen, sie dient dem betrunkenen Seemann mehr zum Halt denn zur Erleuchtung. (H.-W. Gebert) [Weiterlesen...]
05.04.2011
Lieber Gerd, ... eigentlich ist es schade, wie schnell man es durchlesen kann, während Ihr so lange daran gearbeitet habt. Es ist, als wenn ein Koch stundenlang in der Küche steht und die Gäste dann das Essen in kurzer Zeit verputzen. Dass das Buch so kurzweilig ist, dürfte eher ein Zeichen dafür sein, dass die Arbeit besonders mühevoll war. Langweilige, trockene Bücher lassen sich wahrscheinlich schneller schreiben. (Klaus Bingler) [Weiterlesen...]
04.04.2011 - Grafiktricks,Simpson-Paradox
Lieber Herr Prof. Bosbach, mit Vergnügen habe ich Ihr Buch "Lügen mit Zahlen" gelesen. Über manche Punkte könnte man natürlich diskutieren (z.B. ob die Darstellung des Aktienkurses auf S. 38 nicht doch angemessen ist, weil es hier in Zeiten des Computerhandels ja tatsächlich auf minimale Änderungen ankommt, die bei einer vollständigen Y-Achse nicht sichtbar wären). Das Simpsonsche Paradox kommt im Gesundheitsbereich übrigens relativ oft vor,... (Joseph Kuhn) [Weiterlesen...]
31.03.2011 - Altersvorsorge
Hallo Gerd, uns hat Euer Buch sehr gut gefallen. Nur das philosophische Kapitel fand ich etwas einschläfernd, was aber auch daran gelegen haben kann, dass ich sowieso schon müde war, als ich es gelesen habe. Ansonsten konnte ich einige Dinge aus meinem Berufsalltag wieder entdecken. [Weiterlesen...]
23.03.2011 - Wahrscheinlichkeiten
Sehr geehrter Herr Bosbach, da ich nicht nur ein aufmerksamer Leser Ihres Buches bin, sondern auch Journalist habe ich ein Anliegen, bei dem Sie mir vielleicht behilflich sein können - wenn es Ihre Zeit zulässt? Mein Arbeitgeber, die Kölnische Rundschau in Euskirchen, führt seit etlichen Jahren eine Sportlerwahl durch. Jetzt ist es zum ersten Mal zu einem sehr kuriosen und für uns sehr unwahrscheinlichen Ergebnis gekommen. Und zwar haben wir erstmals in der Kategorie "Mannschaften" zwei Sieger, die Punktegleichheit erreichten. Wir würden nun gerne die Wahrscheinlichkeit dafür kennen, mit der dieses Ereignis auftritt. (Ronald Larmann) [Weiterlesen...]
18.03.2011 - Bevölkerungsentwicklung
Sehr geehrter Professor Dr. Bosbach, mit großem Vergnügen habe ich Ihr neues Buch "Lügen mit Zahlen" (gemeinsam mit Jens J. Korff) gelesen. Ich bin wiss. Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft in Halle und promoviere zu der Frage "Wie erfolgreich bewältigen deutsche Kommunen den Demographischen Wandel?" (Arbeitstitel). Dabei kopple ich demographische Zeitreihen mit ausgewählten Performanzindikatoren der "Lokalen Agenda 21", um zu zeigen, dass die oft beschworenen dramatischen Zusammenhänge zwischen z.B. Einwohnerrückgang oder Unterjüngung und lokaler Daseinsfürsorge nicht ohne weiteres bestehen. (Christian Rademacher liefert Beispiele für Manipulationen) [Weiterlesen...]
16.03.2011 - Wahrscheinlichkeiten
Nach Angaben der Atomindustrie war eine Kernschmelze in einem Atomreaktor stets dermaßen unwahrscheinlich, dass es sich kaum lohnte, über so etwas auch nur eine Sekunde lang nachzudenken. Wie kommt es dann, dass wir nach Harrisburg und Tschernobyl nun zum dritten Mal so etwas erleben müssen? [Weiterlesen...]
16.03.2011 - Umfragen
Wie lassen sich die ambivalenten Umfragewerte in der deutschen Bevölkerung erklären? Spielt Manipulation eine Rolle? Der Verdacht der Manipulation scheint bei einer derart merkwürdigen Konstellation mit einer unrühmlichen Plagiatsaffäre auf der einen Seite und dem zum Teil nach wie vor einem erstaunlich hohen Ansehen zu Guttenbergs in der deutschen Bevölkerung auf der anderen berechtigt. Stellt sich die Frage, wer wie manipuliert hat… (Johannes Kottmann) [Weiterlesen...]
10.03.2011 - Schaubild Läuse
Sehr geehrter Herr Prof. Bosbach, ich habe mir ihr neues Werk Lügen mit Zahlen besorgt und bin dabei auf eine für mich missverständliche Stelle gestoßen. Die Düsseldorfer Erklärung ist auf S. 52 im Schaubild unklar. Die Anzahl der Läuse ist doch auf der x-Achse abzulesen. Die im Schaubild dargestellten Läuse sollten doch eher Patienten bzw. Gesunde sein, da ja die Zahl der Läuse mit dem Körpertemperatur korreliert. Die grafische Auflockerung mit den Blutsaugern ist zwar nett (und etwas Focus-like), verwirrt aber insofern, als dass sie an eine Marktmatrix u. ä. erinnert, in der Meinungsgegenstände positioniert sind. Besser die netten Kerlchen durch eine einfache Linie zu ersetzen, oder bin ich da auf dem Holz(laus)weg? Viele Grüße Torsten Sievers [Weiterlesen...]
09.03.2011 - Umfragen
Kurz vor dem Rücktritt des Superstars der konservativen Szene veröffentlichte dessen Zentralorgan, die Bild-Zeitung, zwei Umfragen zur heiß diskutierten Frage, ob Guttenberg bleiben solle. Online waren rd. 55 % dagegen, am Telefon waren über 80 % dafür. Stark vorsortierte Stichproben waren die eine wie die andere Umfrage. [Weiterlesen...]
09.03.2011 - genaue Zahlen
Schon vor der Lektüre regte mich immer auf, wenn bei einem Streik der Verlust für die betroffene Branche mit xy,z Mio. pro Tag beziffert wurde. Fürs Fließband mag das noch *halbwegs* zu beziffern sein - für Office & Dienstleistung scheint es mir schlichtweg albern. Ich habe auch nachher nie wieder gehört, dass nachhaltig negative Effekte zu verzeichnenen waren ...
Elisabeth Gräfe [Weiterlesen...]
09.03.2011 - Simpson-Paradox
Die Fachrichtung kann ich mir nicht aussuchen. Im Bergland gibt es - und wird es eventuell auch weiterhin geben (Vorsicht-Prognose!) - deutlich mehr gutverdienende Knochenflicker (weil die Einwohner alle rumkraxeln und sich die Knochen brechen ...). Daher sollte die Wahrscheinlichkeit, Knochenflicker zu werden, im Bergland höher sein. (Bernd Sumpf) [Weiterlesen...]
09.03.2011 - relative Zahlen
In Ihrem Kapitel "Lügen mit relativen Zahlen" führen Sie als Beispiel den Aktienkurs der fiktiven Firma "In Between Multimedia" an, der um 70 Prozent gestiegen ist. Sie sagen Vorsicht: Denn die Aktie sei bei genauer Betrachtung lediglich von "so gut wie nichts" auf "fast nichts" gestiegen. Ich halte dieses Beispiel für irreführend und für die in meinen Augen richtige Botschaft, die Sie vermitteln wollen, nicht für geeignet. (Rland Larmann) [Weiterlesen...]
25.02.2011 - Leserbriefe
Salut, tolles Buch! Habe nicht alles gelesen, aber viel, und es gefällt mir… Hier kommt das, was ich recht spontan unter dem Eindruck der Lektüre niedergeschrieben habe. [Weiterlesen...]