Zahlenblog:

Frage zum Medaillenspiegel

06.01.2016 - 

Unser Leser Dirk Farsch hat ein Lob und eine Frage, die er aber kurz danach selbst beantworten konnte.

ich bin gerade mit dem Lesen Ihre Buches fertig. Es ist einfach toll!
(…) Ich habe nur eine Verständnisfrage zum Medaillenspiegel auf Seite 289:
Bei einen Endstand nach 47 Entscheidungen erwarte ich laienhaft, dass es 47 mal Gold, 47 mal Silber und 47 mal Bronze gegeben hat. Eventuell gibt es bei gleichen Zeiten doppelt Silber oder bei nur zwei Athleten keine Bronze. Aber wenn ich die Anzahl der einzelne Spalten addiere komme ich auf:
41 mal Gold
35 mal Silber
34 mal Bronze
Mir fallen einige Gründe für Schwankungen um die „Idealzahl“ 47 ein, aber keine erklärt mir diese hohe Varianz.
Ich würde mich sehr freuen wenn Sie diesen Knoten in meinem Hirn entwirren könnten. Wahrscheinlich ist die Lösung so simple das ich mich danach in Grund und Boden schäme :-)

Schöne Grüße aus Wolken
Dirk Farsch

Nachtrag zur vorherigen Email bzgl. Tabelle zur Europameisterschaft 2010.
Es scheint doch so einfach und simpel zu sein. Die fehlenden Medaillen verteilen sich auf die Ranglisten 11 bis …. Oder?
Ich habe einfach vorausgesetzt, dass alle 47 Entscheidungen auch vollumfänglich durch die Tabelle abgebildet werden müssen, also die Statistik vollständig sein muss.
Erst denken, dann mailen. Aber jetzt kann ich hoffentlich beruhigt joggen gehen.

Schöne Grüße
Dirk Farsch

Sehr geehrter Herr Farsch,
vielen Dank für Ihr erfreuliches Lob!
Die Antwort haben Sie in Ihrer zweiten Mail bereits gefunden: Unsere Tabelle zeigte nur die Plätze 1-10 der Rangfolge der Länder. Die dort fehlenden Medaillen verteilten sich auf Länder ab Rang 11.
Folgen Sie denn unserer Kritik am „Goldstandard“ der Medaillenspiegel? Oder finden Sie das so korrekt, wie es in Deutschland meist gerechnet wird?

Mit freundlichen Grüßen
Jens J. Korff

Hallo Herr Korff,
(…) Ich dachte immer das der erste Platz mit 3 Punkten gewichtet wird und nicht mit 4. Wie Sie schreiben ist dies auch nur ein Vorschlag. Hochinteressant wie man solche “Standards” einfach annimmt und nicht weiter hinterfragt. Daher teile ich Ihre Kritik voll und ganz.

Schöne Grüße aus Wolken
Dirk Farsch