Zahlenblog: Prognosen

Plöger gegen langfristige Wetterprognosen

21.04.2011 - Sven Plöger und andere Meteorologen haben auf dem Extremwetterkongress in Hamburg eine "Hamburger Erklärung" unterzeichnet: Sie wollen auf langfristige Wettervorhersagen, etwa für eine ganze bevorstehende Jahreszeit, verzichten, weil solche Prognosen wissenschaftlich nicht haltbar seien.

Leider veröffentlichen Boulevardmedien immer häufiger detaillierte Temperatur- und Niederschlagsprognosen für jeden einzelnen Tag einer bevorstehenden Jahreszeit. Seriöse Meteorologen weisen darauf hin, dass solche Prognosen durch die Bank gelogen sind. In Wirklichkeit kann derzeit niemand das Wetter an einem bestimmten Tag über mehr als 15 Tage hinaus vorhersagen, so Plöger. (Wobei m. W. schon vom vierten Tag an die Zuverlässigkeit von Wettervorhersagen drastisch abnimmt.)

Das einzige, was derzeit längerfristig möglich ist, sind nach Plöger unscharfe und großräumige Vorhersagen wie: “Mit einer Wahrscheinlichkeit von 65 Prozent wird es in Süddeutschland im Juni kälter als im Mittel.”

wetter.info 13.4.2011