Zahlenblog:

Simpson-Paradoxon: ein fiktives Beispiel

16.11.2018 - 

Ein Leserbrief mit Beilage von Philipp Gressly Freimann aus Winterthur.

Guten Tag!

Erst mal Hut ab vor Eurem Buch „Lügen mit Zahlen“; ich habe es soeben komplett durchgearbeitet. Als Mathe-Lehrer bin ich für Zahlenspielereien natürlich immer zu haben. Insbesondere für Prozentrechnung, denn da wissen wir ja: Jeder 5., nein, sogar jeder 6. kann nicht Bruchrechnen (das sind 120% der Bevölkerung!).

Wie auch immer. Ich habe mir Eure Beispiel der Uni Berkeley nochmals angeschaut und eine fiktive Universität gebaut, bei der an ausschließlich jeder Fakultät mehr Frauen zugelassen waren, aber aufs ganze gesehen (Total) dann doch mehr Männer. Das Beispiel will ich Euch nicht vorenthalten und habe eine Tabelle (E-Beilage) gemacht, welche alle Prozentzahlen selbst rechnet. Spannend fand ich, dass es eben nicht nur für zwei Kategorien (Raucher/Nichtraucher unter und über 65 Jahren) funktioniert. Ich kann beliebig viele Fakultäten anhängen, bei denen die Frauen besser abschneiden und dennoch ist es insgesamt eine „frauenfeindliche“ Uni!

Liebe Grüße und viel Spaß